Frau X wird von ihrem Mann in meine Sprechstunde gebracht. 

Vor 3 Monaten habe sie ihr gemeinsames Wunschkind zur Welt gebracht.

Alles habe soweit auch gut geklappt, das Stillen sei zu Beginn mit Schwierigkeiten verbunden gewesen, die sich aber mittlerweile gegeben hätten. Auch sei der Kleine eigentlich ein braves Baby. 

Nach 3 Wochen „Entbindungsurlaub“ habe er wieder arbeiten gehen müssen, und seine Frau sei tagsüber mit dem Kind auf sich alleine gestellt gewesen. 

Grosseltern lebten keine in der Nähe, und viele Bekannte hätten sie auch noch nicht, da sie in der Schwangerschaft hergezogen seien.

Beunruhigen würde ihn jetzt, dass seine Frau in letzter Zeit so anders sei als sonst. 

Zunächst habe er geglaubt, es seien die „Heultage“, auch die Hebamme habe sich so geäussert. 

Es sei aber immer schlimmer geworden. Seine Frau würde häufig grundlos weinen und sich niedergeschlagen und kraftlos fühlen. 

Dinge die ihr sonst Freude gemacht hätten würde sie nun gar nicht mehr machen, auch würde sie es kaum mehr schaffen mit dem Kleinen spatzierenzugehen oder sich etwas zu kochen. 

 

Er könne sich das alles gar nicht erklären, mache sich aber grosse Sorgen um sie.